Nahe St. Martin am Grimming in der österreichischen Steiermark bahnt sich der Fluss Salza seinen Weg zwischen Wald und Felsen, bevor er ca. 40 Meter in die Tiefe stürzt. Unten sammelt sich das Wasser in einem grünlich schimmernden Becken, das von steilen Felswänden eingerahmt wird. Der Salza Wasserfall wirkt dadurch deutlich abgeschiedener, als seine Lage und die vergleichsweise kurze Gehzeit vermuten lassen.

Der Ausflug passt gut in einen Tag, an dem keine große Bergtour geplant ist. So stehen statt langer Anstiege Wald, fließendes Wasser und eine überschaubare Strecke im Mittelpunkt. Die Salza Wasserfall Wanderung eignet sich daher auch für Familien, Einsteiger und alle, die zwischendurch für ein oder zwei Stunden Zeit in der Natur verbringen möchten.

Ganz unbekannt ist der Ort allerdings nicht: Der Salza Wasserfall diente bereits mehrfach als Drehort für die Fernsehserie »Die Bergretter«.

Ein kurzer Weg mit eindrucksvollem Ziel

Die kürzere Wanderung beginnt am Parkplatz Salza in der Nähe der Ennstalstraße. Von hier aus weist die Beschilderung den Weg zum Salzabach. Sobald Sie die Brücke erreicht haben, gelangen Sie über den rechts abzweigenden Steg zum Wasserfall.

Die Strecke misst hin und zurück ungefähr 3,8 Kilometer und ist mühelos in rund einer Stunde zu bewältigen. Große Höhenunterschiede gibt es kaum. Trotzdem sollten Sie feste Schuhe tragen, denn Waldboden, Steine und Bereiche in Wassernähe können feucht und rutschig sein.

Wer lieber direkt in St. Martin am Grimming beginnt, kann eine längere Runde wählen. Diese führt vom Ort über den Lehenweg und anschließend durch den Wald. Je nach Variante kommen dabei ungefähr 5 Kilometer zusammen. Diese Strecke dauert somit etwas länger, vermittelt aber auch einen besseren Eindruck von der Landschaft am Fuß des Grimmings.

Am Ziel endet der Weg jedoch nicht an einer klassischen Aussichtsplattform. Stattdessen stehen Sie nahe am Wasser und sehen, wie die Salza über die Felskante in das Becken fällt. Dabei ist nach Regenfällen oder während der Schneeschmelze der Wasserstrom kräftiger; nach längeren trockenen Perioden zeigt sich der Fall dagegen meist zurückhaltender.

Vom Wasserfall weiter zum Salza-Stausee

Wie bereits erwähnt, teilt sich der Weg an der Brücke. Rechts geht es über den Steg zum Wasserfall, links führt eine längere und deutlich anstrengendere Strecke jedoch bergauf in Richtung Stausee. Wer beide Ziele miteinander verbinden möchte, sollte dafür mehr Zeit einplanen und sich vorher über den aktuellen Zustand des Weges informieren.

Nördlich des Ennstals erstreckt sich der Salza-Stausee in einem bewaldeten Taleinschnitt zwischen Grimming und Kemetgebirge. Mit einer Länge von ca. 5 Kilometern und einem Fassungsvermögen von etwa 11 Millionen Kubikmetern ist er deutlich größer, als man vom Wasserfall aus zunächst vermuten würde.

Auch die Staumauer gehört zum Landschaftsbild. Sie wurde Ende der 1940er-Jahre errichtet und später umfassend saniert. Da es rund um den See aufgrund von Steinschlaggefahr zeitweise zu Sperrungen kommen kann, sollte die Erweiterung der Tour nicht spontan ohne aktuelle Informationen unternommen werden.

Ein Wasserfall mit Fernsehgeschichte

Fans der Serie »Die Bergretter« erkennen den Salza Wasserfall möglicherweise wieder. Die Felswände, das dunkle Wasserbecken und der dichte Wald wurden bereits mehrfach als Kulisse für Unfälle und dramatische Rettungsszenen genutzt. Durch die Kameraperspektive erscheint die Landschaft in der Serie allerdings noch wilder und schwerer zugänglich, als sie sich vor Ort präsentiert.

Der Salza Wasserfall ist jedoch nur einer von zahlreichen Drehorten in der Region. Auch rund um Ramsau am Dachstein, Schladming und den Stoderzinken entstehen regelmäßig Aufnahmen für die Serie. Höfe, Almflächen und Bergwege aus der Umgebung tauchen dadurch immer wieder auf dem Bildschirm auf.

Für Fans der Bergretter bekommt der Besuch des Salza Wasserfalls daher eine zusätzliche Bedeutung. Kulissen oder Requisiten gibt es vor Ort zwar nicht, doch gerade das Wiedererkennen der natürlichen Landschaft macht den Ausflug interessant – ganz ohne Filmcrew und inszenierte Rettungsaktion.

Tipps zu Saison, Wetter und Wegverlauf

Die Wege zum Wasserfall gelten ganzjährig als begehbar, am unkompliziertesten ist die Wanderung jedoch vom Frühling bis in den Herbst. Im Frühjahr führt die Salza häufig mehr Wasser; dann wirkt der Fall kraftvoller, gleichzeitig können Wege und Steine aber nasser sein.

Im Sommer spenden die Waldabschnitte Schatten, wobei ein früher Start an warmen Tagen angenehmer ist. Der Herbst bringt ruhigere Wege und farbige Laubbäume rund um die Felsen. Im Winter können Schnee, Eis und gefrorene Gischt den Zugang erschweren. Dann sind griffige Schuhe und eine realistische Einschätzung der Bedingungen unverzichtbar.

Für die kurze Route sollten Sie etwa eine Stunde reine Gehzeit einplanen. Mit Fotopausen und einem längeren Aufenthalt am Wasser werden daraus schnell eineinhalb bis zwei Stunden. Nehmen Sie ausreichend zu trinken mit, auch wenn die Strecke nicht lang ist. Am Wasser selbst gibt es weder gastronomische Angebote noch eine bewirtschaftete Hütte.

Bei starkem Regen, Gewitter oder angekündigten Unwettern sollten Sie die Tour verschieben. Wasserstände können sich verändern, und nasse Felsen verlieren schnell ihren Halt. Auch für die Verlängerung der Tour gilt: Aktuelle Sperren und Wegmeldungen sollten immer Vorrang vor der ursprünglichen Planung haben.

Weitere Ausflugsziele im Ennstal

Da die Wanderung nicht den ganzen Tag beansprucht, bleibt Zeit für weitere Ziele im Ennstal. Nahe Trautenfels steht das gleichnamige Schloss, in dem sich ein Landschaftsmuseum zur Natur und Kultur des Bezirks Liezen befindet. Von dort ist auch Pürgg schnell erreicht. Das kleine historische Dorf liegt erhöht über dem Tal und lässt sich gut bei einem kurzen Spaziergang erkunden.

Wer noch einmal hinaus in die Berge möchte, kann zum Stoderzinken fahren und zum Friedenskircherl gehen. Für längere Touren kommen Wege am Grimming oder auf den Tressenstein infrage. Letzterer eröffnet einen weiten Blick über das Ennstal und verbindet sich gut mit einem Besuch von Schloss Trautenfels.

Eine flachere Alternative ist der Ennsradweg. Er verläuft durch das Tal und führt an Orten wie Haus im Ennstal, Aich, Gröbming, Öblarn und Trautenfels vorbei. So lässt sich der Ausflug zum Wasserfall auch mit einer Radtour oder einem ruhigeren Nachmittag im Tal kombinieren.

Auf zum Salza Wasserfall

Der Salza Wasserfall eignet sich gut als Ziel für einen halben Tag, ohne wie ein bloßer Lückenfüller zu wirken. Die Wanderung verlangt weder viel Zeit noch einen langen Aufstieg, führt aber dennoch in eine markante Felslandschaft. Für eine längere Runde bietet sich der Start in St. Martin an; alternativ kann der Weg bei passenden Bedingungen in Richtung Stausee fortgesetzt werden.

Für Ihren Aufenthalt in der Region finden Sie bei AA Holiday Homes Ferienwohnungen und Apartments, von denen aus sich der Wasserfall, das Ennstal und weitere Ziele in Schladming-Dachstein gut erreichen lassen. So können Sie kurze Naturausflüge mit längeren Wanderungen und entspannten Tagen in den Bergen abwechseln.

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AA Holiday Homes ist ein familiengeführtes Unternehmen für Ferienunterkünfte, das unvergessliche Aufenthalte in einigen der schönsten Alpenregionen Österreichs ermöglicht. Mit umfassender Ortskenntnis, sorgfältig ausgewählten Ferienhäusern und einem starken Fokus auf persönlichen Service bietet das Team seinen Gästen alles, was sie für einen komfortablen Aufenthalt und ein authentisches Naturerlebnis in den österreichischen Alpen benötigen.

Der Salza Wasserfall bei St. Martin am Grimming